Die Art, wie das Lernen in seiner untersten Stufe betrieben wird und wie das Kind sich gewöhnt, es zu betrachten, ist für das Leben häufig entscheidend.
Theodor Waitz

Solmisationskurs

Vokales Musizieren mit relativer Solmisation und Rhythmussprache

Dieses Angebot richtet sich an Erwachsene, die mit Kindern singen. Die zugrunde liegende Methodik kann sofort in der praktischen Arbeit angewendet werden. TeilnehmerInnen, die musiktheoretisch noch wenig ausgebildet sind, finden hier eine „kinderleichte“ Möglichkeit für elementares musikalisches Lernen.

Relative Solmisation bedeutet, dass die sieben Stammtöne der Dur-Tonleiter mit definierten Silben gesungen werden. Zusätzlich gibt es zu jedem Ton eine Handgeste, die den Tonschritten folgend auf einer gedachten vertikalen Ebene angeordnet wird. Auf diese Weise prägen sich die Intervallabstände sowohl auditiv als auch visuell ein. Es entsteht eine sichere Grundlage für die saubere Intonation beim Singen von Liedern und das Erkennen von Tonhöhen im Notensystem.

Rhythmussprache entsteht durch Silben, die die Länge einzelner rhythmischer Elemente definieren. Über das rhythmische Sprechen und die begleitende Perkussion werden Metrum, Rhythmus und Tondauer erlebt. Ergänzend führt die einfache Rhythmusnotation ohne Umwege zum Notenlesen.

Das aufbauende Konzept nach der Methode von Zoltán Kodály verhilft den Kindern zu fundierten Erfahrungen und Kenntnissen beim praktischen Musizieren. Mit allen Sinnen und auf kindgerechte Weise lernen sie singend, Musik im Notenbild zu erkennen und darzustellen.

Mögliche Kursgestaltung

Zwei Termine als Kompaktseminar mit jeweils sieben Unterrichtsstunden bieten einen Überblick über die Thematik und ihre Möglichkeiten in der Praxis.

Soll der Kurs berufsbegleitend stattfinden, ist es sinnvoll, mehrere auseinander liegende Termine mit nur jeweils drei Unterrichtsstunden zu planen, da auf diese Weise Zeit und Gelegenheit für das Ausprobieren und Üben in der Praxis gegeben sind.