Bei uns ist der Gesang die erste Stufe der Bildung; alles andere schließt sich daran und wird dadurch vermittelt.
Johann Wolfgang von Goethe

Forschung

Stimmschäden, Sprachstörungen und wenig kindgerechtes Singen sind Probleme, die uns alarmieren. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück und dem Chorverband NRW erforsche ich, welche Möglichkeiten es in unserer Gesellschaft gibt, das gesunde Singen von Kindern (wieder) zu etablieren.

Singen macht Kindern Freude und ist von Anfang an wichtig für die Sprachentwicklung. Das erleben wir besonders bei den ganz kleinen Kindern, wenn sie – beginnend mit dem Lallen – ihre ersten benennenden Laute und Worte bilden: Sie singen Sprache. Erwachsene wiederholen diesen singenden Tonfall, wenn sie die Kleinen zum Artikulieren anregen wollen.

Da Kinder über Nachahmung lernen, ist es gut, wenn sie früh mit dem Singen vertraut werden, am besten schon im Mutterleib. Stimmentwicklung und Persönlichkeitsentwicklung gehören zusammen, denn von Anfang an nimmt das Kind über die Stimme Kontakt zur Umwelt auf und erlebt Reaktionen. So lernt es seine Welt kennen und erweitert über Singen und Sprechen die Möglichkeiten, Emotionen und Bedürfnisse auszudrücken.

Wie kann es gelingen, dass das physiologisch richtige Singen mit Kindern in Elternhaus, Kindergarten und Grundschule ganz natürlich und selbstverständlich ist?