Rhythmussprache kinderleicht

4 / 4 sind die Grundlage und schon startet die Geheimsprache für den Rhythmus:

Ta Ti Ti Ta Ta – gesprochen und gleichzeitig geklatscht

Die Lehrkraft klatscht dieses Pattern und spricht gleichzeitig dazu. Vielleicht werden manche Kinder, besonders Jungen, über „Ti Ti“ lachen, was aber nur kurz sein wird, wenn die LeiterIn sich nicht irritieren lässt. Wichtig ist, dass der Rhythmus stimmt, also Klatschen und Sprechen wirklich rhythmisch erfolgen und genau gleichzeitig. Vor- und Nachmachen ist hier – wie oft – die günstigste Methode für den Einstieg.

Skizze: Marie-Luise Schulz
Während des Vormachens kann die Lehrkraft die Gruppe oder einzelne Kinder gestisch auffordern, den dargestellten Rhythmus genau so zu wiederholen: Mit Klatschen und Sprechen. Es ist auch gut, das Pattern doppelt zu benutzen, um es vertrauter werden zu lassen. Das Spiel, das Pattern von Kind zu Kind hintereinander wiederholen zu lassen, kann sich anschließen. Dabei sollte auf ein möglichst gleich bleibendes Metrum geachtet werden.

Mit 3 Ta und 2 Ti lassen sich im 4 / 4 – Modus noch weitere Kombinationen finden: z.B. Ta Ta Ti Ti Ta oder Ti Ti Ta Ta Ta. Mit den Kindern zusammen werden sie gesucht und dann geklatscht und gesprochen. Ganz pfiffige Kinder überraschen mit der Idee von getrennten Ti, z.B. Ti Ta Ta Ta Ti. Man kann das übergehen, indem man die Ti zu Freunden erklärt, die nicht allein sein wollen, kann aber auch den synkopischen Rhythmus schon mit den Kindern darstellen und dann darauf verweisen, dass vorerst zwei Ti lieber zusammen bleiben, damit es für alle etwas leichter ist.

Aus diesem Einstiegsmaterial lassen sich weitere Möglichkeiten für einen lebendigen Fortgang entwickeln:

Das körperliche Darstellen von Rhythmen

5 Kinder stellen 2 Ti und 3 Ta dar. Die ausgewählten Kinder stehen in einer Reihe und den anderen Kindern gegenüber. Die Ta stemmen ihre Fäuste in die Seiten (wie Einzelkämpfer), die Ti nehmen einander in den Arm und zeigen damit ihre Zugehörigkeit. Nun kann diese Konstellation von der Gruppe nach rhythmischer Aufforderung durch die Lehrkraft (z.B. „drei, vier“!) geklatscht und gesprochen werden, geführt und begleitet von der Lehrkraft über den Köpfen der Kinder, die das Pattern körperlich darstellen.

Die Rhythmusnotation

Das Bild, das die Kinder bieten, wenn sie Rhythmen körperlich darstellen, kann mit einfachen Stichmännchen genau so in einer Reihe an die Tafel gebracht werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Ta einzeln stehen und die Ti vorerst zu zweit verbunden sind. Schon nach kurzer Zeit kann auf die Strichmännchen verzichtet werden (ist ja auch etwas mühsam), denn einen Strich für Ta (Rhythmusnotation für Viertel) und zwei Striche mit Balken (Rhythmusnotation für zwei Achtel) können dann die Kinder ohne Probleme lesen und dazu – wie vorher geübt – klatschen und sprechen.

Darstellung der ersten rhythmischen Elemente

Möglich ist auch der singende Einstieg über das Ta-Ti-Tao-Lied von Andreas Mohr, den ich in der Dokumentation des 3. Osnabrücker Symposiums (s.o. Rhythmussprache) veröffentlicht habe.