Musikalische Grundlagen altersgerecht lehren – das geht “kinderleicht” mit der relativen Solmisation und Rhythmussprache nach Zoltán Kodály. Eingeschlossen sind das Noten lesen und schreiben nach diesem Konzept, auf das sich Kinder problemlos einlassen.
Musikalische Grundlagen altersgerecht lehren – das geht “kinderleicht” mit der relativen Solmisation und Rhythmussprache nach Zoltán Kodály. Eingeschlossen sind das Noten lesen und schreiben nach diesem Konzept, auf das sich Kinder problemlos einlassen.
Bei vielen Sing- und Leierspielen ist das Gehen im Kreis, gefasst an den Händen, Voraussetzung für das Spiel. Leider ist diese Bewegungsform heute nicht mehr selbstverständlich, auch nicht für Kindergartenkinder. Dabei lieben Kinder Kreisspiele!
Am einfachsten lassen sich diese Spiele als Bestandteil von Ritualen einführen und etablieren, auch wenn es immer wieder Kinder gibt, die sich scheuen, andere anzufassen. Ich mache die Erfahrung, dass diese Scheu schnell überwunden wird. Dem Vorschlag von manchen Pädagogen, dass die Kinder alternativ ein Tuch zwischen sich fassen, folge ich nicht, weil er für die musikalische Aktion nicht sinnvoll ist: Zum Einen wird die Ablehnung des Anfassens unterstützt, zum Anderen fehlt der direkte körperliche Kontakt, durch den diese Spiele erst richtig funktionieren.
Verhelfen wir unseren Kindern zu taktilen und sozialen Erfahrungen! Wenn sie an beiden Händen Partner fühlen, erleben sie sich als einen Teil im geschlossenen Kreis, der dazugehört. Einführen lässt sich das Gehen – ja sogar das Rennen im Kreis – mit dem kurzen Liedvers “Die Mühle geht langsam” ganz musikalisch in zwei verschiedenen Geschwindigkeiten: langsam und schnell.
Foto privat: Nackte Mühle in Osnabrück
Tempo in der ersten Zeile: (Storchen-) Schritte mit hochgehobenem Knie auf Halbe.
Tempo in der 2. und 3. Zeile: (Trippel-) Schritte auf Achtel. (Mit Kindern ab fünf Jahren machen Laufschritte viel Spaß. Die Kinder müssen eine gute Handverbindung haben, sich sicher fühlen und achtsam sein.)
Die Mühle – eine Vorübung für andere Kreis- und Leierspiele
Das Lied ist eine optimale Vorübung für ähnliche Spiele. Dabei ist das Singen aller Kinder die musikalische Grundlage, auf der das Tempo für die Bewegung – im gemeinsamen Metrum – entsteht. Die Kinder “zur Mühle” zusammenzurufen, wird zum Ritual, wenn anschließend gleich ein neues oder ein anderes Kreisspiel gesungen werden soll oder wenn für eine andere Aktion der Kreis benötigt wird.
Die Mühle – als Unterbrechung oder Übergang
“Die Mühle” zu singen und sich dafür in Bewegung im Kreis zusammenzufinden bietet sich auch als Unterbrechung oder Übergang innerhalb einer Schulstunde oder Chorprobe an. Die kurze und intensive Aktivität macht müde Kinder munter und konzentriert sie neu.
Die Mühle – als Partnerspiel
Beim Partner-Mühlenspiel stehen zwei Kinder einander gegenüber und reichen sich über Kreuz die Hände. Sie bringen ihre Füße nah zueinander, lehnen sich zurück und halten sich mit ausgestreckten Armen gut fest.
Erst langsam, dann schnell setzt sich die Mühle mit ganz kleinen Schritten – fast nur auf der Stelle – in Bewegung. Eine wichtige Übung für das Gleichgewicht und das Vertrauen in den anderen!
Kompakt an zwei Wochenenden hintereinander: Freitag Nachmittag + Samstag
6. / 7. November + 13. / 14. November 2026
Foto: Jörn Gehrke
Für alle, die einen Kinderchor gründen wollen, noch unsicher sind und nötiges Handwerkszeug dafür suchen: Wie gewinne ich die Kinder, dass sie gern mitmachen? Wie plane ich eine Chorprobe? Müssen alle die Lieder sofort mögen, die ich anbiete?
Angesprochen sind auch alle, die schon einen Kinderchor leiten und auf der Suche nach neuen didaktischen Anregungen sind, um das Fundament ihrer Arbeit zu festigen: Mit welchen Methoden lernen Kinder intonationsrein zu singen? Wie binde ich die Konzentration möglichst aller Kinder? Welche Rituale passen zu meiner Chorgruppe?
Veranstaltungsort
29664 Walsrode, Grundschule Kirchboitzen 131
Kosten
265 Euro für alle Termine (inclusive Kosten für Getränke und Gebäck bei ausreichender Teilnehmerzahl).
Anmeldung
Bitte ab sofort mit Namen, Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer per E-Mail – info(at)barbaravoelkel.de – oder über mein Kontaktformular. Unter Veranstaltungen gibt es weitere Informationen.
Wie, das zeige ich anhand von Beispielen aus der Praxis mit relativer Solmisation: Der Einstieg gelingt kinderleicht über das Singen von Namen, Gegenständen und kurzen Sätzen auf der Rufterz (So und Mi) und der Anordnung der beiden Töne im Notensystem. Der Tonraum wird an jedem Termin erweitert: über Dreiklangsformen, Viertonmelodien, den Fünf- und Sechstonraum bis zur vollständigen Oktave. Die Kenntnis der sieben Stammtöne ermöglicht jetzt ein vielseitiges Musizieren in allen Tonarten, so auch in Moll.